Holzhaus Hochrhein

Winkelförmiges Holzhaus mit eineinhalb Geschossen

Die Decken von Fullwood gefielen ihm und seiner Frau sofort und „um nicht in einer Holzkiste zu wohnen“ kombinierte das Ehepaar weiß tapezierte Trennwände (leichter Ständerbau) zu den einschaligen Außenwänden aus massivem Polarkiefernholz. Letztere bekamen zudem einen UV-Schutz, der ein Nachdunkeln der naturhellen Holzwände verhindert. „Unser Berater hat sich komplett auf unsere Wünsche eingestellt, sowohl beim Grundriss als auch bei der Haustechnik. Fullwood konnte alles möglich machen, was wir uns vorstellten.“, betont Jürgen Braun. Im Nachhinein hätte er allerdings ein kleineres Fenster fürs Schlafzimmer gewählt; das jetzige ist bodentief und lässt zu viel vom ursprünglich favorisierten Tageslicht herein. Der Außenansicht kommt die Fensteraufteilung an der Giebelwand allerdings zugute, sieht sie doch sehr harmonisch aus. Apropos Giebel: Holzhaus „Hochrhein ist winkelförmig und besitzt entsprechend drei Giebel. „Durch den L-förmigen Hausgrundriss ergibt sich draußen ein geschützter Winkel, in dem wir unsere Terrasse untergebracht haben.“, freut sich Hausherrin Beate Braun. Des Weiteren war den Brauns ein firsthoher Luftraum über einem Teil des Wohnbereichs wichtig. Oben, im Dachgeschoss, wird die Deckenöffnung von einer gläsernen Brüstung mit Holzrahmen begrenzt. Direkt über der Öffnung befinden sich vier Lichtquadrate in der Dachschräge, die ein großes Dachfenster ergeben und reichlich natürliches Licht auf die Galerie (oben) und in den Wohnbereich (unten) hereinströmen lassen. Auch die Sollenhofer-Sandsteinfliesen, mit denen die Böden des gesamten Erdgeschosses verkleidet sind, betonen das helle Ambiente im Holzhaus.

Viel Helligkeit im Holzhaus nach Maß

Als groß denkender Mensch mit lieb gewonnenen, teils sehr wuchtigen Möbeln, plante Jürgen Braun Holzhaus „Hochrhein“ großzügig und weitläufig, damit auch blos nichts einengt. „Zum Leidwesen meiner Frau hänge ich an meinen kalifornischen Sesseln aus Redwood-Wurzeln. Die vertragen aber keine kleinen Räume sondern brauchen Platz.“, gibt der Hausherr zu. Gut 135 m² Wohnfläche besitzt allein das Erdgeschoss – davon knapp 74 m² allein der offene Wohnbereich (Wohnzimmer, Esszimmer und Küche) - zuzüglich Terrasse. Dazu kommen nochmal 87 m² plus Loggia (überdachter, nach drei Seiten geschlossener Balkon) für den Zweipersonenhaushalt. Der Hauseingang befindet sich von der Straße abgewandt an der Süd/Ost-Seite, während die Terrasse nach Nord/West zur Straße ausgerichtet ist. Beim Betreten von Holzhaus „Hochrhein“ gelangt man in eine Diele mit Garderobe. Linker Hand befindet sich die Gäste-Dusche/WC, geradeaus geht es in den offenen Wohnbereich. Hier gehen Esszimmer, Küche und Wohnzimmer fließend ineinander über, geschickt in einzelne Bereiche unterteilt. Die Küche befindet sich im kurzen Schenkel des Grundriss-„L“s, der Essbereich in der Hausmitte, und das Wohnzimmer (nach Süd/Westen) ist durch eine hüfthohe Wand davon getrennt. Von hier führt eine gewendelte Eichenholztreppe hinauf. Der Küche ist ein Raum für Technik, Hauswirtschaft und Vorrat angeschlossen, vom Wohnzimmer erreicht man ein kleines Büro und direkt neben der Tür von der Diele zum Esszimmer befindet sich rechts der Zugang zu einem großen Büro/Gästezimmer.

Flexibel wohnen im Holzhaus

„Falls es im fortgeschrittenen Alter mal nicht mehr möglich sein sollte, die Treppe hinauf zu steigen, kann das Büro in ein Schlafzimmer umfunktioniert werden, und die Gäste-Dusche/WC als ebenerdiges Bad genutzt werden.“, beschreibt Beate Braun den flexibel anpassbaren Grundriss. Bis es soweit ist, nutzen sie und ihr Mann aber ihr licht ausgebautes Dachgeschoss, wo sich ein großes Schlafzimmer samt Ankleide, eine sehr geräumige Galerie zum Lesen und Zurückziehen sowie ein Wohnbadezimmer befinden. „Obwohl wir keine Rollladen haben, ist es selbst an heißen Sommertagen nie zu warm im Haus.“, freut sich der Hausherr. Das liegt natürlich nicht nur an den gut dämmenden Blockwänden und Wärmeschutzfenstern, sondern auch an der Ausrichtung der großen Fensterflächen nach Nord/West und Süd/West. „Eine automatische Lüftungsanlage wollten wir nicht, da gibt`s zu viele Vorschriften zu beachten, damit die wirkt.“, meint Jürgen Braun. Seine Fußbodenheizung wird mit einer Luftwärmepumpe betrieben, ein dekorativer Kamin unterstützt mit Strahlungswärme und ermöglicht Sicht auf lodernden Flammen, und Regenwasser wird in einer riesigen Zisterne aufgefangen und gespeichert, um den Garten zu bewässern. „Ich würd`s wieder tun!“, sagt der Hausherr über den Bau seines Holzhauses mit Fullwood.

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