Blockhaus an der Schleuse

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Vom Holz-Forschungsprojekt
ins Blockhaus

Als Dorit Förster und Heike Neumann beschlossen, ihre gemeinsame Mietwohnung in der Großstadt aufzugeben und lieber ein Eigenheim im ländlichen Umland zu bauen, kamen sie schnell auf den Holzweg. Dorit träumte schon immer von einem Blockhaus und Heike hatte als Kind sogar in einem solchen gewohnt; wie gut, dass die Diplomingenieurin Heike jahrelang in der Förderung von Forschungsprojekten rund um das Thema Wald und Holz arbeitete und somit ganz tief im Thema Holz – auch als Baustoff – drin war. Im Internet fanden die beiden Frauen dann ihren Blockhaushersteller, dessen 20cm starke, setzungsfreie Vollholzwände auch ein führender Professor aus der Holzforschung für ökologisch und energetisch gut befand. Beruhigt unterschrieben die Bauherrinnen den Kaufvertrag mit dem gewählten Blockhausspezialisten und entschieden sich für eine Richtmeistermontage, bei der Bauherren unter Regie und Vorarbeit eines erfahrenen Zimmermannes ihr Haus selbst montieren. 

Eigenleistung im Teamwork

Nachdem die beiden Frauen ihr Blockhaus in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller nach ihren Wünschen  geplant hatten, wurden die einzelnen Wandelemente in der Werkstatt gefertigt, per Tieflader zum Baugrundstück gefahren und dort mit Hilfe eines Krans auf den Bauplatz gehievt. Zusammen mit dem Richtmeister der Firma und vielen befreundeten Bauhelfern bauten Dorit und Heike ihr Blockhaus samt Dach in wenigen Tagen auf. Außerdem zimmerten sie die Trennwände (Ständerwerk) im Haus selbst – das Beplanken der Trennwände übernahm eine Fachfirma – und strichen die schlichten, glatten Massivholzwände eigenhändig an. Drinnen wählten sie dafür einen farblosen UV- und Griffschutz, der ein Nachdunkeln des Holzes verhindert, und draußen gefiel ihnen eine ökologische Lasur in einem modernen, hellen Grau. Grau in Grau erschien den Damen dann aber doch zu trist, zumal auch die modernen Dachziegel (Glattziegel) grau sind, weshalb sie kleine Flächen mit einem kontrastreichen, belebenden Orangerot anstrichen. Dazu kombinierten sie weiße Fensterrahmen, die zum zeitlosen Look passen und das helle Erscheinungsbild unterstreichen und bauten, ebenfalls in Eigenleistung, die Wärmedämmung in die Giebelwände sowie im Dach und im Fußbodenbereich ein. Nur drei Monate dauerte es vom Hausaufstellen bis zum Einzug!

Offener Kommunikationsbereich

Neben ökologischen Materialien wie Holz und hochwertigem Linoleum (Bodenbelag) legten die Hausbesitzerinnen großen Wert auf einen offenen Wohnbereich, der ständige Kommunikation untereinander und mit Gästen ermöglicht. Die Bereiche Wohnen, Essen und Kochen gehen fließend ineinander über und schaffen einen großflächigen Raum, der bis zum First offen ist. Von der enormen Raumhöhe profitiert auch die offen gehaltene Galerie, welche gut 1/3 der Hausfläche entspricht. Dort oben können Freunde und Familie übernachten, wenn  das eigens für Arbeit und Gäste vorgesehene Zimmer im Erdgeschoss besetzt ist. Direkt unter der Galeriefläche befinden sich Schlafzimmer, Badezimmer, WC und Arbeits-/Gästezimmer. Diese Räume sind vom offenen Bereich abgetrennt. An der Nord-West-Ecke des länglich-rechteckigen Hausgrundrisses befindet sich ein kleiner Anbau (betont durch den orangeroten Anstrich), welcher den Eingangsbereich und einen Hauswirtschaftsraum mit der Gas-Brennwerttherme beherbergt. Durch diesen Bereich gelangt man direkt in die offene Küche. Modern, schlicht und mit wenigen Möbeln haben Heike und Dorit ihr Reich gestaltet. Dazu hätte ihrer Meinung nach keine offene, rustikale Balkendecke gepasst, deshalb ließen sie die Dachschrägen mit langen glatten Latten beplanken – lediglich der Firstbalken ist noch sichtbar.  

Ländlich leben
nahe der Großstadt

Auf Grundstückssuche radelte Heike stundenlang um Berlin um eine schöne Gegend in Seenähe und mit gutem Bahnanschluss in die City zu finden. Mitten im Grünen, in der Nähe des Kalksees und des Flankensees, steht heute Blockhaus „an der Schleuse“, und die beiden Frauen sind einerseits schnell bei Ihren Arbeitsplätzen in der Stadt und erfreuen sich andererseits an Wald- und Feldtieren, von Füchsen bis Wildschweinen,  auf ihrem Grundstück. Außerdem haben sie in ihrem neuen, größeren Blockhaus deutlich niedrigere Heizkosten als in ihrer kleineren Mietswohnung zuvor, und die neuen Nachbarn sind mindestens genauso offen und herzlich. 

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